Immobilienmärkte
Immobilienmärkte

Der Wettbewerb im Immobiliengeschäft hat 2006 erheblich zugenommen: Weltweit haben Anleger rund 490 Mrd. € in kommerziell genutzte Immobilien investiert, was einem Plus von mehr als 30% gegenüber dem Jahr davor entspricht. Treiber dieses Wachstums waren grenzüberschreitende Transaktionen, die bereits 29% des Gesamtvolumens ausmachen.

Europa ist mit einem Transaktionsvolumen von insgesamt 223 Mrd. € und einem grenzüberschreitenden Anteil von rund 50% im Spitzenfeld der internationalen Top-Investmentregionen. Am dynamischsten hat sich dabei der deutsche Immobilienmarkt entwickelt – hier konnte eine Verdreifachung der Investitionssumme verzeichnet werden. Osteuropa hat seinen Anteil am europäischen Volumen innerhalb eines Jahres verfünffacht.

Dieser internationale Trend wird auch 2007 anhalten: Die Investoren veranlagen die in hohem Ausmaß verfügbaren liquiden Mittel weltweit, um zwecks Risikostreuung regional zu diversifizieren und höhere Renditen zu erzielen. Der Wettbewerb auf den Immobilienmärkten wird sich somit weiter verschärfen. Diese Entwicklung wurde von großen Kapitalerhöhungen börsenotierter Gesellschaften begleitet, ergänzend dazu gab es eine große Zahl von Börsegängen. Insgesamt haben in Osteuropa investierende Immobilien­gesellschaften im Jahr 2006 rund
10 Mrd. € Eigenkapital am Kapitalmarkt aufgenommen.

In Osteuropa wurden 2006 etwa 7 Mrd. € in Immobilien investiert (+21%). Davon entfielen rund 4,5 Mrd. € auf westeuropäische Investoren (2005: 3,5 Mrd. €) und 2,5 Mrd. € auf Investmentgesellschaften aus anderen Ländern (unter anderem USA, Kanada, Australien). Der Kapitalstrom in osteuropäische Immobilien hat damit alle Experten-Erwartungen deutlich übertroffen.


In Osteuropa aktive Investoren

Quelle: GB Richard Ellis, Noble Gibbson


Die Bruttorenditen für Immobilien in allen Marktsegmenten und allen Regionen in CEE, SEE und in der GUS sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Diese yield compression geht auf eine Kombination mehrerer Faktoren zurück:

  • ausländische Kapitalzuflüsse durch einen Überschuss an liquiden Mitteln in den Investorenländern

  • inländische Investitionen, vor allem in der GUS

  • Verbesserung der Infrastruktur

  • Verbesserung der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen sowie Anpassung an EU-Standards

  • Steigende Inlandsnachfrage, die auf steigende inländische Kaufkraft zurückgeht

  • Integration der wichtigsten Metropolen in das internationale Verkehrsnetz

  • Verkürzung von Genehmigungsprozessen beim Erwerb von Grund und Boden


Aktuelle und geplante Märkte der CA Immo International



Der Großteil der Investitionen entfiel auf die Region CEE. 43% der Investitionen flossen in das Segment Büroimmobilien, gefolgt von Retailobjekten mit 40% (75% der Retailobjekte waren Shopping Center). Der Rest betraf Objekte der Segmente Industrie, Hotel sowie gemischt genutzte Objekte. In diesen Nutzungsarten steckt für die Zukunft noch enormes Potenzial. Viele der hier interessanten Objekte stehen noch im Eigentum der Entwickler und Nutzer. Auf die Hauptstädte entfielen rund 75% des Gesamtvolumens. Transaktionen in Regionshauptstädten betreffen im Wesentlichen Shopping Center.